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Produktionen
Die Blinden, die Tauben und andere Geilisten
Monolog für eine Frau von Franzobel
mit Ricky May-Wolsdorff

Regie und Ausstattung: Peter Wolsdorff
Musik: Karl Hodina

Das Stück: In »Die Blinden, die Tauben und andere Geilisten« erzählt eine Frau aus ihrem Leben als Wirtstochter, die im Gasthaus zwischen Alkohol, derben Sprüchen und sexuellen Belästigungen aufwuchs und für die außerhalb der »Schirchwörter« und Grapschereien von Besoffenen keine Liebe mehr existiert. Mit lakonischer Offenheit, ohne Pathos, dafür aber mit einem sicheren Instinkt für das Menschliche im Skurrilen, Grotesken spürt der Autor den traumatischen Begebenheiten und berührenden Kindheitserlebnissen seiner Protagonistin nach, die vor einer Entscheidung zwischen Leben und Tod steht…

Der Autor: Franzobel
In Vöcklabruck geboren; Studium der Germanistik und Geschichte; bis 1991 bildender Künstler mit gelegentlichen Ausstellungen; seit 1991 vor allem als Autor tätig, Herausgeber der »edition ch«. Er lebt als freischaffender Autor in Wien, Pichlwang und Buenos Aires. Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl ): Ingeborg Bachmann-Preis, Klagenfurt (1995). Staats- Stipendium für Literatur (1996). Gewinner der Literaturbörse im Steirischen Herbst (2001). Arthur Schnitzler-Preis, Wien (2002). Einladung zu den Mülheimer Theatertagen (2002), Adalbert von Camisso-Preis (2005)


Weill ohne Brecht
Lotte Lenya und Kurt Weill
Lebensgeschichte in Szenen und Liedern

Idee und Buch: Ricky May-Wolsdorff
Regie und Ausstattung: Peter Wolsdorff
Bühnenbild: Eduard Neversal
Musikalische Einrichtung: Adrian Werum

Das Stück: »Weill ohne Brecht« führt durch das reiche künstlerische Leben des so gegensätzlichen Paares, widmet sich auch Arbeiten die in Europa weniger bekannt sind und schildert ihre sprunghafte, doch unzertrennliche Beziehung vor dem Hintergrund der politischen Turbulenzen jener Zeit.


Spoonface Steinberg
Schauspiel von Lee Hall

Regie: Peter Wolsdorff
Bühnenbild: Eduard Neversal

Das Stück: Spoonface Steinberg ist ein autistisches, krebskrankes kleines Mädchen und der britische Autor Lee Hall stellt mit seinem preisgekrönten Monolog gleich mehrere Themen zur Diskussion. Sie machen betroffen.
Neben seiner Kritik an einer Menschen verachtenden, wahrhaft autistischen Gesellschaft, die weder den Lebenden noch den Sterbenden Wärme entgegenbringt, geht es ihm nämlich auch um die Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt.
»Gott hat die traurigsten Sachen gemacht, damit wir menschlich sind«, sagt Spoonface.